dena-Modellvorhaben Schloßgartenstr. 30 in Bad Mergentheim

 

Mit diesem Projekt beteiligte sich die Kreisbau Main-Tauber am dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand". Das hochwertig, sanierte Mehrfamilienhauses in der Schlossgartenstraße 30 in Bad Mergentheim schlägt einen Neubau um Längen. Der Energieverbrauch konnte um über 80 Prozent reduziert werden. Große Teile des eigenen Wohnungsbestandes wurden in den 1950er und 1960er Jahren ohne jegliche Maßnahme zur Reduzierung des Energieverbrauchs errichtet. So auch das im Jahre 1949 errichtete 12-Familienhaus in der Schlossgartenstraße 30 in Bad Mergentheim. Die ehrgeizige Zielsetzung hierbei: im Rahmen des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ den Energieverbrauch drastisch zu senken. Aufgrund der durchgeführten energetische Sanierung wurde das Gebäude auf den Stand eines Neubaus  - minus 50 % - gebracht. D. h. der Energieverbrauch des Hauses liegt um ca. 50 % unter dem eines Neubaus (Standard EnEV 2002).

 

Am Gebäude der Kreisbau wurde ein Vollwärmeschutz mit 20 cm Außendämmung angebracht. Neben dem Einbau von neuen Fenstern mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, wurde ein neuer Gasbrennwertkessel eingebaut. Zusätzlich wurde das Dach und die Kellerdecke umfassend gedämmt. Kernstück der Sanierung ist jedoch die dezentral eingebaute Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Nebenbei wurden alle Wohnungen mit einem vorgestellten Balkon ausgestattet. Der Energieverbrauch des Gebäudes hat sich von kWh 289 auf 45 kWh pro qm/Jahr reduziert. Die CO2-Einsparung beträgt rd. 49 to pro Jahr. „Energiesparendes Sanieren ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise“ betont Geschäftsführer Peter Deißler. Außerdem leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, wenn wir Einsparpotentiale konsequent nutzen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren.

 

Wer energetisch saniert, senkt die Nebenkosten, steigert den Wohnwert und macht seine Immobilie dauerhaft attraktiv für den Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn alle Beteiligten anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können. Mit einem Primärenergieverbrauch von rd. 45 kWh liegt das Gebäude optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala. Nebenbei sei erwähnt, dass solche Vorhaben von der KfW durch Gewährung zinsverbilligter Kredite und Tilgungszuschüsse im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms gefördert werden. Die Kreisbau Main-Tauber wird ihr Modernisierungsprogramm in den nächsten Jahren weiter fortsetzen.